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Die Idee der Selbstsorge

Was ist Selbstsorge?

Selbstsorge ist die aktive Gestaltung des eigenen Lebens als Basis eines erfüllten und glücklichen Daseins. Sie ist das genaue Gegenteil von einem falsch verstandenen Egoismus. Bevor man auf seine Mitmenschen zugehen, gemeinsam handeln und sie sinnvoll unterstützen kann, sollte man auf die eigene Person vertrauen können, die eigenen Grenzen aber auch die eigenen Entwicklungspotenziale kennen.

Am Anfang steht die Sorge um die eigene Person mit der Erforschung der eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Eine aktive und selbstbestimmte Lebensplanung setzt klare Ziele voraus. Bei der Erforschung der eigenen Möglichkeiten und Definitionen der Ziele hilft Ihnen die angewandte Selbstsorge.

Den Schlüssel zu einem erfüllteren Leben hält jeder einzelne in den eigenen Händen. Denn es gibt keine allgemein gültige Heilslehre, aber unzählige individuelle Wege zum eigenen Ich. Die Selbstsorge hilft beim Entdecken und Nutzen der Potenziale. Diese werden  als „Ressourcen-aktivierendes Empowerment“ freigesetzt, in dem besonders die eigenen Stärken herausgearbeitet und erlebbar gemacht werden. Aus dieser positiven Energie schöpft sich die Kraft zur Veränderung.

Die Selbstsorge ist ein lebenslanges Projekt, da sie letztlich die Einstellung zum Leben bestimmt.

Der Ursprung der Selbstsorge

Die Vorstellung, aktiv und selbstverantwortlich sein Leben zu gestalten, ist eigentlich schon sehr alt. Schon die Epikureer im alten Griechenland bemühten sich die Erfüllung und Zufriedenheit im eigenen Leben aus sich heraus zu schaffen. Im asiatischen Raum gibt der Zen-Buddhismus jedem die Aufgabe seine wahre Bestimmung in sich selbst zu suchen. Immanuel Kant machte im „Kategorischen Imperativ“ den Einzelnen zum Maßstab der Moral. Aber erst der französische Philosoph und Psychologe Michel Focault prägte den Begriff der „Sorge um sich selbst“ nachhaltig. Wilhelm Schmid hat die Techniken der Selbstsorge aus der Lebenskunst für die heutigen Anforderungen der Gesellschaft weiterentwickelt

Selbstwirksamkeit und Selbstsorge, Lebenskunst

philosophie

Die vier Säulen der Selbstsorge

Askese

Das Vereinfachen auf das Wesentliche. Die Befreiung von Ballast schafft einen freien Blick und gibt den Bewegungsspielraum für notwendige Veränderungen.
Durch bewußten und selbstgewählten Verzicht von belastenden Dingen oder Handlungen die einengen, erfahren Sie Ihre Genußfähigkeit neu. Sie aktivieren Ihre Sinne und treffen eine reflexive Wahl für die Selbstbestimmung.


Hören Sie hier einen Radiobeitrag zum Thema Fasten, Askese, Verzicht

Die Sorge um Andere(s)

In der Sorge um sich stark für die Sorge um Andere(s)
Der Mensch braucht die Gemeinschaft. So bedingt die Sorge um die eigene Person das Interesse am Mitmenschen und Anteilnahme am Gemeinwohl. Die aktive Hilfe bei der Selbstsorge des Anderen nützt auch der eigenen Selbstsorge.

Der Blick auf sich selbst

Sich bewusst die Zeit zu nehmen für die Selbsterkenntnis schärft den Blick für die eigene Verantwortung und die eigenen Ziele und Wünsche. Aktiv das eigene Leben gestalten zu können bedingt auch die Distanz zu fremdbestimmten Zwängen.

Das Nutzen der Zeit

Der bewusste Umgang mit der kostbaren Ressource Zeit sorgt für den nötigen Raum für Reflexion zur Selbsterkenntnis. Gleichzeitig öffnen sich Zeitfenster für wichtige Entscheidungen und das Ergreifen von Chancen. In der alten Kunst der Muße entwickeln Sie neue Kraft und lassen dem schöpferischen Potenzial in Ihnen den nötigen Raum sich entwickeln zu dürfen.

Die angewandte Selbstsorge

Die Selbstsorge geht davon aus, dass jeder Einzelne den Schlüssel zu einem erfüllteren Leben in seinen eigenen Händen hält.

Regina Bostelmann verknüpft in dem von Ihr gegründeten Institut für Selbstsorge (IfS) diese Ideen um die Selbstsorge mit aktuellen Methoden, Techniken und Kenntnissen aus der Beratung, Psychologie, Neurologie und weiteren Wissenschaften. Sie arbeitet nach Methoden und Techniken anerkannter TrainerInnen, BeraterInnen und Coaches. ReginaBostelmann setzt z. B das gehirngerechte Lernen und Kreativitätstechniken von Vera Birkenbihl, theoretische und praktische Inhalte aus der „Gewaltfreien Kommunikation“ von Marshall Rosenberg, oder die Beratungselemente von Fritz Simon und Eric Millton, ein. Sie ergänzt Ihre Inhalte durch Philosophische Inhalte der Lebenskunst, Techniken und Übungen der Selbstsorge nach Wilhelm Schmied.

Ich verknüpfe in meiner Arbeit die Philosophie und Techniken der Lebenskunst /Selbstsorge mit aktuellen Methoden, Techniken und Kenntnissen aus Beratung, Psychologie und Gehirnforschung.Besondere Bedeutung bekommt die aktive Vermittlung von Selbstwirksamkeitstechniken. Die Klientinnen und Klienten erfahren ihre eigene Selbstwirksamkeit und können aktiv ihren Heilungsprozess unterstützen und mitgestalten.

Daraus entstehen höchst effektive Werkzeuge der Hilfe zur Selbsterkenntnis, die sie in der Arbeit mit Gruppen, im Partnerdialog und in der Arbeit mit Einzelnen anwendet. Egal ob es um die Überwindung einer Krise, die persönliche Entwicklung oder Verbesserung der Leistungsfähigkeit einer Gruppe geht – am Ende steht immer die aktive Gestaltung des eigenen Lebensentwurfs und der Nutzen für die Gemeinschaft.